Content Marketing durch Content Repurposing effektiv skalieren

In dieser Podcast-Episode lernen Sie, wie Sie durch Content Repurposing Ihr Content-Marketing effektiv und einfach skalieren können. Erfahren Sie zudem, was Content Repurposing ist, weshalb es Sie wahnsinnig produktiv macht und wie Sie es in der Praxis anhand von 8 genialen Content Repurposing Ideen nutzen können.

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Heute möchte ich dir einen Tipp geben, mit dem du das Content-Marketing einfacher und effizienter skalieren kannst. Der Tipp lautet: Nutze Content Repurposing.

Ich erkläre dir in dieser Episode genau, was Content Repurposing bedeutet, weshalb ich denke, dass du davon profitierst und wie du es in der Praxis einsetzt.

Was ist Content Repurposing?

Content Repurposing bedeutet einfach gesagt, schon vorhandene Inhalte wiederzuverwenden, z. B. in dem man die Inhalte nutzt, um aus neue Formate zu erstellen. Aus diesem Grund wird auch gerne vom Content Recylcing geredet.

Es geht also nicht direkt darum, die Inhalte im Originalformat wiederzuverwenden. Vielmehr geht es darum, bereits bestehenden Content zu nutzen, um daraus wieder etwas Neues zu schaffen.

Dabei müssen auch nicht immer alle Teile eines Content-Piece wiederverwendet werden. Manchmal pickt man sich auf nur einzelne Elemente heraus und wandelt diese in ein neues Format um.

Content Repurposing heißt also, neue Möglichkeiten zu finden, schon vorhandene Inhalte anderweitig zu verwerten. Deswegen wird hier auch gerne von Content Recycling geredet.

Wo liegt der Nutzen beim Content Repurposing?

Jetzt die Preisfrage: Warum solltest du das überhaupt tun?

Weil dir Content Repurposing das Content-Marketing unendlich viel leichter machen kann. Das Content-Marketing wird durch die Umfunktionierung von bestehenden Inhalten sprunghaft um ein Vielfaches effizienter.

Du musst dir ganz einfach nicht mehr so oft den Kopf über neue Content-Ideen zerbrechen, wirst um Welten produktiver und kannst gleichzeitig deinen besten Content besser promoten und deinen verschiedenen Zielgruppen genau den Content-Typ bieten, den sie am liebsten konsumieren.

Denn sind wir mal ehrlich: Die Content-Erstellung ist oft DER Engpass in Unternehmen.

Content Erstellung als Engpass in Unternehmen

Ausreichend Zeit für die Entwicklung von Content zu haben ist für viele nicht mehr als eine Wunschvorstellung. Effiziente Prozesse für die Content-Produktion aufzubauen und gleichzeitig noch ansprechende Inhalte zu verbreiten… das ist eine Gratwanderung.

Ich habe noch fast kein Unternehmen kennengelernt, bei dem nicht die Nachfrage nach neuen Inhalten größer war als die Fähigkeit, diese Inhalte auch zu erstellen.

Verwendest du Content aber mehrfach, kannst du diesen Engpass umgehen. Denn so hast du mehr Zeit für deinen Pillar Content, also deine zentralen und entscheidenden Inhalte.

Einen Blogbeitrag auf deiner Website zu veröffentliche ist super. Du nutzt aber ja auch sicherlich noch viele weitere Kanäle.

Die Idee beim Content Repurposing ist, dass du jetzt diesen Blogbeitrag als Vorlage für weiteren Conten hernimmst. Aus dem Blogbeitrag erstellst du zum Beispiel eine Infografik, die du auf Twitter veröffentlichst oder fasst die Kerninhalte zusammen und erstellst daraus ein kurzes Video für deine Story auf Instagram.

Content Repurposing erklärt: Aus 1 Mach Viele

So kannst du erstens ein neues Publikum erreichen und zweitens macht sich deine Arbeit doppelt bezahlt.

Außerdem schaffst du so verschiedene Content-Arten, also zum Beispiel Texte, Grafiken, Audiodateien oder Videos. Nicht jeder liest gern und nicht jeder hört gerne Podcasts. Interpretierst du deinen Content über verschiedene Medien neu und erstellst neue Formate aus bereits bestehenden Inhalten, kannst du deine Reichweite steigern, weil du deine Inhalte für unterschiedliche Typen zugänglich machst, die Inhalte auf unterschiedliche Weise konsumieren wollen.

Welche Inhalte verdienen ein neues Leben?

Aber eines ist ganz wichtig: Nicht alle Inhalte verdienen es, dass du ihnen neues Leben einhauchst.

Das Zauberwort heißt auch hier wieder: Evergreen Content. Der Content darf nicht veraltet oder irrelevant geworden sein.

Evergreen Content ist Content, der über viele Monate oder Jahre hinweg relevant und wertvoll für deine Zielgruppe, d. h. zeitlos, ist. Aktuelle Trends, Schlagzeilen oder andere kurzweilig interessante Inhalte gehören nicht dazu.

Für die SEOs unter euch: Das Google Panda-Update zum Beispiel ist ausgelutscht. Das will niemand mehr sehen. Selbst wenn du dazu einen super guten Blogbeitrag hättest, würde ich nicht darauf wetten, dass du damit noch viel Interesse weckst.

Auf Twitter gibt’s grad auch eine große Diskussion darüber, dass Google momentan mal wieder an den SERPs herumexperimentiert. Genauer gesagt experimentiert Google damit, die Titel der Suchergebnisse dynamisch selbst zu generieren und sozusagen den Title-Tag zu ignorieren. Sowas sorgt natürlich für viel Aufregung. Wenn du diesen Artikel hier aber liest, hat das aber vermutlich schon jeder gehört. Möglicherweise gibt es auch ein offizielles Statement von Google. Solche Meldungen verlieren also schnell an Gewicht.

Veralteten oder zwischenzeitlich unwichtig gewordenen Content zu repurposen ist einfach langweilig und wird nicht den Nutzen bringen, auf den du abzielst.

Content muss Evergreen sein

Content, der sich zur Wiederverwendung bzw. zur Umfunktionierung eignet, sollte also über Monate oder Jahre hinweg wertvoll und relevant sein (= evergreen).

Evergreen Content

Und wenn du mich schon länger kennst und die letzten Episoden gehört hast, weißt du, dass ich grundsätzlich immer dazu rate, möglichst viel Evergreen Content zu produzieren und sich nicht von aktuellen Neuigkeiten, Micro-Trends oder sonst irgendwelchen kurzweiligen Inhalten ablenken zu lassen.

Ich verstehe, dass das nicht in allen Nischen so perfekt funktioniert, aber gerade wenn’s um das Content Repurposing geht, zahlt sich dieser Grundsatz auf jeden Fall aus, denn Content, der nicht evergreen ist, eignet sich einfach nicht für das Recycling.

Für deinen Blog bekommst du übrigens ziemlich leicht über Google Analytics heraus, welche Beiträge sich gut für eine Umfunktionierung eignen. Suche einfach nach deinen beliebtesten Beiträgen und schaue nach, ob sich das Interesse im Laufe der Zeit verändert hat.

Mit Google Analytics findest du deinen Evergreen Content

Auch Google Trends kann dafür hilfreich sein, um das Interesse an einem bestimmten Thema im zeitlichen Verlauf zu bewerten.

Zum Beispiel erkennst du hier sehr schön, wie saisonal das Interesse am Valentinstag ist:

Aber mach dich auch nicht verrückt und verlass dich notfalls auf deinen Hausverstand. Die Inhalte in deinem Blog, die dir über Monate hinweg stetig Traffic über die organische Suche generiert haben, sind so oder so ein guter Startpunkt.

Es kann auch sein, dass ein Content-Piece zwar sehr beliebt ist, aber ein Update vertragen könnte. In diesem Fall lohnt es sich, alten Content erst etwas zu überarbeiten, bevor man ihn wiederverwendet. Falls du also ganz alte Sachen auskramst, verpasse ihnen wenn nötig erst mal ein Facelift.

Passe Content für das Repurposing an das neue Format an

Prinzipiell solltest du deinen Content für die Wiederverwendung immer auch an das neue Format anpassen.

Was meine ich damit? Naja, also wenn du zum Beispiel einen Blogbeitrag hast und daraus ein Video erstellen möchtest, dann solltest du den Blogbeitrag nicht einfach 1-zu-1 ablesen, sondern ihn so anpassen, dass er dem neuen Format auch wirklich gerecht wird.

Wir schreiben ja zum Beispiel anders als wir sprechen. Und einen Text, der dazu gedacht, war gelesen zu werden, jetzt 1-zu-1 einzusprechen, klingt einfach doof. Auch ein Instagram-Post darf anders aufbereitet werden als ein LinkedIn Post.

Wie ich schon eingangs erwähnt habe, geht es beim Content Repurposing auch darum, die Inhalte einer neuen Zielgruppe zugänglich zu machen. Entsprechend solltest du beim Repurposing auch deine Inhalte mit der Zielgruppe im Hinterkopf anpassen.

Content Repurposing: 8 geniale Möglichkeiten

So und jetzt noch ein paar geniale Möglichkeiten, wie du Content wiederverwenden kannst. Bestimmt ist auch was für dich dabei, mit dem du arbeiten kannst.

1. Mache eine Newsletter-Serie aus deinen Blogbeiträgen

Das ist eine meiner liebsten Content Repurposing Taktiken. Du hast sowieso wahrscheinlich schon einige Blogbeiträge herumfliegen, aus denen sich sicher dutzende wenn nicht sogar hunderte einzelner Tipps & Tricks ableiten lassen.

Sammle diese Tipps und Tricks und baue daraus eine Newsletter-Serie, die neue Abonnenten zum Beispiel wöchentlich zugeschickt bekommen.

Die meisten deiner Abonennten werden deine Blogbeiträge nicht alle kennen oder sie zumindest nicht von vorne bis hinten gelesen haben.

Das ist eine sehr gute Möglichkeit, um langsam Vertrauen zu potenziellen Interessenten aufzubauen und eignet sich besonders gut für erklärungsbedürftige Dienstleistungen.

Und wenn der Fokus des Newsletters ist, dass du Mehrwert in Form von leicht verdaulichen Tipps lieferst, dürfte sich niemand von deinen E-Mails gestört fühlen.

Verlinkst du für weitere Informationen immer auf den entsprechenden Blogbeitrag, erhöhst du außerdem ziemlich sicher den Traffic auf deine Website.

2. Erstelle Fallstudien aus allen möglichen internen Daten

Du lernst täglich dazu. Jedes Projekt bringt neue Erkenntnisse. Und oftmals lassen sich diese Erkenntnisse in Form von Fallstudien mit echten Daten verwerten.

In der vorletzten Episode haben wir auch über Marketingexperimente gesprochen. Wenn sich deine Zielgruppe für so etwas interessiert, kannst du auch solche Tests dazu nutzen, um wertvolle Erkenntnisse in Form von Fallstudien mit deiner Zielgruppe zu teilen.

Die Daten hast du eh schon und wenn du meinen Rat befolgt hast und das ganze als Lernprozess siehst, dann dokumentierst du deine Erkenntnisse ja sowieso schon und erstellst daraus eine Knowledge-Base.

Jetzt musst du aus ausgewählten Erkenntnissen nur noch auch eine Mini-Studie erstellen und diese öffentlich zugänglich machen.

Solche Fallstudien sind auch oft ein echter Backlink-Magnet. Denn Fallstudien kommen immer gut an, und werden weil sie sehr praxisnahen sind auch gerne geteilt oder als Quelle zitiert.

Hast du zum Beispiel getesten, ob die Farbe deiner Call-to-Action-Buttons einen Einfluss auf deine Conversion Rate hat? Falls ja, teile dein Ergebnis, sowas kommt super an!

3. Veröffentliche deine PowerPoint-Präsentationen auf SlideShare

Tipp Nummer 3 ist auch nicht schlecht, wenn du viele Präsentationen erstellst: Lade deine PowerPoint-Präsentation auf SlideShare hoch.

Wenn du wie ich bist, dann investierst du viel Zeit in deine PowerPoint-Präsentationen. Wäre doch schade, wenn du dir all die Mühe für eine einzige, kurze Präsentation machen würdest.

Wenn du Präsentationen erstellst, die auch für ein externes Publikum interessant sind, kannst du sie über SlideShare öffentlich zugänglich machen und anschließend auch auf deiner Website einbetten oder in den sozialen Medien teilen.

Viele solcher SlideShare-Decks ranken auch in den Suchergebnissen ganz gut, je nach Keyword und Thema. Da das kaum Aufwand für dich bedeutet, solltest du es einfach mal ausprobieren!

4. Lade Grafiken auf Pinterest hoch

Bestimmt erstellst du für deine Blogbeiträge immer wieder Grafiken, die du in deinem Beitrag einbindest, um ihn aufzulockern oder komplexe Zusammenhänge nochmal grafisch darzustellen, um sie einfacher verständlich zu machen.

Tipp Nr. 4 lautet, dass du diese Grafiken einfach hernimmst und sie auf Pinterest hochlädst:

Pinterest ist im Gegensatz zu Instagram oder Facebook eine echte Suchmaschine, das heißt, Nutzer können dort wie bei Google nach Begriffen suchen und bekommen anschließend auf einer Ergebnisseite Inhalte angeboten.

Bei deinen Pins – so heißen die Beiträge auf Pinterest –, kannst du übrigens auch einen Link zum Blogbeitrag setzen. Wäre doch cool, wenn du mit minmalem Aufwand deine Grafiken einer neuen Zielgruppe zugänglich machen und gleichzeitig neuen Traffic für deine Website generieren könntest, oder?

5. Erstelle Videos oder Podcasts aus deinen Blogbeiträgen (und vice versa)

Weiter zum nächsten Tipp. Der ist was für alle, die entweder Videos oder Podcasts machen.

Tipp Nummer 5 lautet: Nutze deine Blogbeiträge und erstelle aus ihnen ein Video oder einen Podcast. Oder umgekehrt, nutze eine Podcast-Episode und erstelle daraus einen Blogbeitrag.

Letzteres mache ich – wie du siehst –, seit ich diesen Podcast angefangen habe.

Zwar ist es nicht ganz so schnell erledigt, einen Podcast zu transkribieren und ihn anschließend mit Infografiken und Bildern in einen ansehnlichen Blogbeitrag umzuwandeln, aber immerhin hast du den Bärenanteil der Arbeit ja schon geleistet: Denn die Inhalte selbst sind mehr oder weniger fertig. Sie brauchen lediglich etwas Feinschliff.

Andersherum ist das einfacher. Du könntest deine Blogbeiträge nach dem Schreiben hernehmen und sie als Vorlage für ein Skript nutzen und so eine Podcast-Episode daraus machen.

Oder du nutzt bestehende Podcast-Episoden, um daraus Content für YouTube zu erstellen:

Im Idealfall filmst du dich dabei auch noch, denn dieses Audiogramm ist nicht wirklich auf YouTube zugeschnitten, so wie ich es dir ja weiter oben nahegelegt habe.

6. Extrahiere viele kleine Content-Schnipsel aus deinem Pillar Content

Und Tipp 6 heißt: Mache aus einem großen Content-Piece viele kleine Content-Pieces.

Was ich zum Beispiel gerne mache, ist, dass ich aus meinen Blogbeiträgen oder Podcast-Episoden einzelne Abschnitte oder Unterkapitel für Social-Media-Beiträge hernehme.

Der aktuell neueste Blogbeitrag auf meiner Website hat zum Beispiel über 6.000 Wörter (hier habe ich vom Beitrag Marketingexperimente gesprochen). Daraus kann ich locker 10 bis 20 Instagram-Beiträge oder vielleicht knapp 3 bis 5 Instagram-Karussel Posts erstellen und wahrscheinlich 50 Tweets rausholen.

Ich habe erst vor ein paar Tagen ein Instagram-Profil für mich selbst erstellt und den Content dafür ziehe ich größtenteils aus meinen vorhandenen Inhalten. Hier ein Beispiel, wie ich aus einer Podcast-Episode ein Karussel erstellt habe:

Und hier ein Beispiel für einen Tweet, den ich ebenfalls aus bereits vorhandenen Inhalten erstellt habe:

Diese Beiträge mische ich dann einfach mit dem wiederverwendetem Content von anderen Beiträgen, damit meine Postings nicht zu einseitig werden und schwups habe ich für ein ganzes halbes Jahr Ideen für Beiträge.

Dasselbe gilt auch für meine Podcast-Episoden. Auf Instagram zum Beispiel kann man nur maximal 60-sekündige Videos hochladen. Ich kann also aus jeder Podcast-Episode ein 2-3 kleinere Abschnitte herauspicken und daraus ein Audiogramm erstellen.

Auf diese Weise kann ich gleichzeitig auch meinen Podcast promoten und erreiche so vielleicht neue Hörerinnen und Hörer.

Selbst einzelne Sätze aus einem Interview kannst du zum Beispiel als Zitat wiederverwenden und so gleichzeitig das Interview promoten.

Du siehst, erstellst du ein Content-Piece für deinen Blog, deinen YouTube-Kanal oder deinen Podcast, kannst du daraus einzelne Bestandteile für andere Kanäle nutzen und dutzende neue Content-Schnipsel erstellen. So lohnt sich deine Arbeit doppelt und dreifach!

7. Erstelle aus deinen Blogbeiträgen ein E-Book

Tipp 7 lautet: Erstelle aus deinen besten Blogbeiträgen zu einer bestimmten Kategorie ein E-Book, das du als kostenlosen Lead-Magneten nutzen kannst. Alternativ verschenkst du das E-Book einfach als zusätzlichen Mehrwert für dein Publikum.

Das funktioniert aber zugegeben nur dann wirklich gut, wenn du schon eine ordentliche Sammlung an thematisch zusammenhängenden Beiträgen hast.

Und auch hier zahlt es sich wieder aus, wenn von man Anfang an auf Evergreen Content setzt.

8. Reposte deinen alten Content

OK, weil dieser letzte Tipp doch recht viel Arbeit bedeutet, noch ein letzter und dafür sehr einfacher Tipp: Reposte deinen alten Content.

Ja, selbst im engeren Sinne kannst du deinen Content mehrfach verwenden: Und zwar, indem du ihn einfach nach einigen Wochen nochmal postest, z. B. auf Facebook, LinkedIn oder Instagram.

Wir haben ja schon mal darüber geredet, wie die organische Reichweite in den sozialen Medien über die letzten Jahrzehnte abgenommen hat.

Nur ein Bruchteil deiner Follower sehen deine Beiträge überhaupt. Ich glaube, ich habe in Episode 10 von nur knapp 5 Prozent organischer Reichweite gesprochen (siehe 7 Tipps: Organische Reichweite auf Facebook kostengünstig erhöhen). Wenn durchschnittlich nur 5 Prozent deiner Follower deine Posts mitbekommen, schadet es nicht, wenn du nach einer gewissen Zeit deinen alten Content nochmal hervorkramst und ihn einfach erneut postest.

Achte aber natürlich darauf, dass die Abstände zwischen den Reposts nicht zu kurz sind. Was genau „nicht zu kurz“ bedeutet, hängt vor allem davon ab, wie häufig du neuen Content veröffentlichst.

Im Optimalfall würde ich dir außerdem dazu raten, zumindest Teile davon leicht anzupassen. Hast du zum Beispiel ein Bild mit einem Zitat auf Instagram gepostest, könntest du das Bild austauschen, Zitat und Beschreibung aber übernehmen.

Wenn du alte Beiträge, die auch gleichzeitig gut waren, also viele Likes, Kommentare etc. bekommen haben, nach einiger Zeit wieder herauskramst, kannst du erstens deine bereits geleistete Arbeit doppelt nutzen und zweitens Lücken füllen, falls dir mal die Ideen für neuen Content ausgehen oder du unter Zeitdruck stehst.

Fakt ist auch einfach, dass man manchmal einen schlechten Zeitpunkt erwischt.

Erst neulich hab ich wieder ausversehen einen Instagram Post am Sonntag veröffentlicht, obwohl der Sonntag laut den Zielgruppen-Insights bei Instagram ein denkbar schlechter Tag ist. Entsprechend wenig Likes hat der Beitrag erhalten.

Da hab ich mal wieder vergessen, dass schon wieder Wochenende ist und nicht jeder sonntags arbeitet… naja, jedenfalls werde ich diesen Beitrag einfach in ein paar Wochen erneut posten. Am besten machst du den Fehler gar nicht erst, sondern veröffentlichst deinen Content natürlich zu den optimalen Zeiten. Aber auch sonst gilt: Reposts können ab und zu Wunder wirken. Plane sie am besten von vornherein mit ein.

Meiner Erfahrung nach funktionieren Reposts auch auf Pinterest extrem gut, vor allem, wenn du mit Gruppenboards oder so arbeitest.

Fazit

Content Repurposing ist ein einfaches Konzept, bei dem du einmal erstellten Content nutzt, um daraus neue Formate zu erstellen. So erreichst du neue Zielgruppen, erhöhst deine Reichweite und tust dir leichter dabei, das Content-Marketing zu skalieren.

Erstelle zum Beispiel aus einem Blogbeitrag ein Instagram-Karussel, aus einem Podcast einen Blogbeitrag oder aus einem YouTube-Video einen Tweet.

Zuletzt geändert am 27. August 2021
Über den Autor
Kai Bader
Kai Bader

Kai Bader ist Online Marketer, Blogger, Podcaster und Unternehmer. Er hilft KMUs aus der DACH-Region dabei, Ihren ROI zu steigern, indem er die richtigen Online-Marketing-Kanäle für sie findet und maßgeschneiderte holistische Strategien für sie entwirft.