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7 Tipps: Organische Reichweite kostengünstig erhöhen

Kämpfen Sie auch mit der sinkenden organischen Reichweite auf Facebook? In dieser Podcast-Episode erhalten Sie 7 Tipps, wie Sie Ihre organische Reichweite auf Facebook kostengünstig steigern und endlich wieder Ihre Abonnenten erreichen.

Episoden-Transkript

Willkommen zurück bei Let’s Talk Online Marketing, dem Internetmarketing Podcast für alle kleinen und mittelgroßen Dienstleistungsunternehmen. Mein Name ist Kai Bader.

Eine Frage an dich: Wie zufrieden bist du mit der Performance deines Facebook-Profils? Hast du deine organische Reichweite in den letzten Jahren steigern können?

Die Chancen stehen gut, dass es dir wie vielen anderen KMUs da draußen geht und deine organische Reichweite rückläufig ist. In den letzten Jahren ist es leider immer schwieriger geworden, die organische Reichweite auf Facebook zu steigern, geschweigedenn zu halten. Sehr viel schwieriger sogar. Selbst die eigenen Abonnenten zu erreichen ist eine Herausforderung: Durchschnittlich sehen nur etwa 5 Prozent deiner Follower deine Facebook Posts — und das ist wirklich ein Problem [1].

Das klingt jetzt natürlich erst mal deprimierend. Trotzdem ist Facebook aber noch lange nicht tot. Immerhin nutzen weltweit noch fast 3 Millarden Menschen Facebook — und das trotz der vielen Datenschutz-Skandale der letzten Jahre [2], was eigentlich bemerkenswert ist. Während die Zahlen der Facebook-Nutzer also weiterhin tendenziell stabil bleibt, ist es aber schwieriger geworden, diese riesige Anzahl an Nutzern auch zu erreichen. Und genau darüber werden wir in dieser zehnten Episode reden. Ich will dir heute ein paar praktische Tipps mitgeben, mit denen du deine organische Reichweite steigern kannst. Um das Gesamtbild abzurunden, schauen wir uns aber zuerst noch kurz an, was organische Reichweite genau ist und warum sie überhaupt rückläufig.

Was ist organische Reichweite?

Also, ist mit organischer Reichweite auf Facebook genau gemeint und warum sollte sie dich überhaupt interessieren?

Organische Reichweite, oder Organic Reach, ist die Anzahl an Personen, die deinen Content sehen, OHNE, dass du dafür bezahlen musst. Also zum Beispiel die Leute, die deine Posts in ihrem Feed sehen. Das Gegenteil von organischer Reichweite wäre also bezahlte Reichweite, also wenn du für deine Facebook Posts zum Beispiel bewirbst oder sonstige bezahlte Werbung schältst.

Erreichst du deine Zielgruppe organisch auf Facebook, ist das eine Chance für dich und dein Unternehmen. Und zwar eine Chance, um neue Leads für dein Unternehmen zu generieren. Leads, die dich erst mal nur deine Zeit kosten. Davon mal abgesehen bedeutet organische Reichweite aber auch, dass du eine bessere Beziehung mit deinem Publikum aufbauen kannst. Viel besser als das mit bezahlten Anzeigen möglich wäre.

Deine bestehenden Follower sind letztendlich auch ein Asset und das solltest du möglichst effektiv einsetzen, zum Beispiel indem du deine Followe besser kennenlernst, mit ihnen interagierst und so weiter.

Organische Reichweite & Engagement-Raten

Gut. Bestimmt weißt du auch, dass deine organische Reichweite stark mit den Engagement-Raten deines Contents zusammenhängt. Also wenn viele Leute auf deine Beiträge reagieren, ihn kommentieren, teilen oder speichern, ist das ein gutes Signal.

Warum? Weil dieses Signal auch der Facebook-Algorithmus wahrnimmt. Hohes Engagement ist letztlich ein Signal dafür, dass dein Content interessant und fesselnd für Facebook-Nutzer ist. Und das wiederum ist aus unternehmerischer Sicht sehr wichtig für Facebook. Denn interessanter Content bedeutet, dass Leute mehr Zeit auf Facebook verbringen, was wiederum ein Hauptziel für Facebook ist.

Facebook verdient sein Geld durch Werbeanzeigen und je länger Nutzer auf Facebook unterwegs sind, desto mehr Anzeigen können angezeigt werden und desto mehr Umsatz kann Facebook machen.

3 Gründe für die rückläufige organische Reichweite

OK, soweit so gut. Aber warum ist die organische Reichweite jetzt rückläufig? Na ja, das liegt an mehreren Dingen. Also ich denke der größte Grund dafür ist, dass es einfach so viel Content auf Facebook gibt, dass es sich quasi um einen Nachfragermarkt handelt. In den letzten Jahren sind die Facebook-Nutzerzahlen stabil geblieben, es sind aber immer mehr Unternehmen auf den Facebook-Marketing-Zug aufgesprungen. Der Markt wird regelrecht mit Content überflutet. Es gibt also ein größeres Angebot als es Nachfrage gibt.

Jeder Nutzer kann eben nur begrenzt viele Inhalte wahrnehmen und wenn es mehr Inhalte gibt als ein Nutzer konsumieren kann, dann geht zwangsläufig irgendwas unter.

Es muss also aussortiert werden. Jetzt stellt sich die Frage, wer — oder was — entscheidet, welcher Nutzer was zu sehen bekommt. Hier kommt der Facebook-Algorithmus ins Spiel. Also wie du sicher weißt werden die Facebook-Feeds ja personalisiert. Das heißt, es werden Nutzern nur diejenigen Inhalte angezeigt, von dem Facebook vermutet, dass sie den Interessen des jeweiligen Nutzers entsprechen.

Es gibt also quasi eine Art Pool an Inhalten, die theoretisch Verfügbar werden, um angezeigt zu werden. Aber nicht alle können angezeigt werden, weil es einfach zu viele sind. Das heißt, sie müssen irgendwie gerankt oder sortiert werden, und nur die TOP-Posts kommen am Ende wirklich beim Nutzer an.

Und vielleicht der größte Grund ist natürlich auch, dass Facebook ganz einfach will, dass du für Werbung Geld ausgibst, weil das ist nun mal das Business Modell von Facebook. Wenn Facebook also quasi den Hahn zudreht, dann geben mehr Leute Geld für Werbung aus, weil sie ihre Zielgruppe anders nicht mehr erreichen. Das ist jetzt keine Unterstellung, dass Facebook das wirklich macht, also ich hab dafür jetzt keine Beweise gefunden. ABER tendenziell lässt sich denke ich schon sagen, dass Facebook Interesse daran haben könnte, die organische Reichweite einzuschränken — einfach aus wirtschaftlichen Gründen.

Das richtige Mindset im Facebook-Marketing

Erst mal also eine eher ungünstige Ausgangslage für alle Content Creators und Unternehmen. Der erste Gedanke wäre vielleicht, dass man heutzutage fast schon Anzeigen schalten MUSS, um auf Facebook noch gezielt seine Zielgruppe ansprechen zu können. Ja, da kann man sich schon drüber streiten. Also ich bin jetzt nicht gegen Facebook Ads, ganz im Gegenteil ich empfehle Facebook Ads grundsätzlich, wenn ich denke, dass es strategisch richtig wäre.

Aber trotzdem solltest du noch nicht ganz auf deine organische Reichweite verzichten. Du kannst auch heute Facebook noch als effektiven und kostenlosen Kanal nutzen und auch die organische Reichweite ist nicht tot.

Am wichtigsten, damit Facebook funktioniert, ist erst mal, dass du die Basics draufhast und ein paar typische Fehler vermeidest. Dazu gehört zum Beispiel, Facebook ganz salopp gesagt als Werbetool zu missbrauchen. Facebook wird genutzt, um mit der Familie, Freunden oder sonst einer Community zu interagieren und unterhalten zu werden. Das Mindset sollte also nicht sein „Wie kann ich möglichst viel verkaufen“, sondern „Was kann ich tun, um meinen Abonnenten zu helfen?“.

Viele Unternehmen gehen da einfach falsch ran und das boykottiert sie dann einfach. Vermeide plumpe Werbung und kreischende Verkaufsbotschaften. Genau wie in der realen Welt werden deine Abonnenten eher mit dir und deiner Marke resonieren, wenn sie eine Verbindung spüren. Und wie baust du eine Verbindung auf? Durch Vertrauen, genau.

Wenn dich aber nur intessiert, wie du deine Fans dazu bringen kannst ihre Brieftasche bei jeder Gelegenheit zu öffnen, dann solltest du nochmal überlegen, ob Facebook wirklich der richtige Kanal für dich ist.

Facebook ist einfach kein Standard-Vertriebskanal. Bevor du Aufmerksamkeit, Beachtung und Leads erwarten kannst, musst du erst mal selbst Mehrwert bieten. Ja, ich weiß, Mehrwert ist ein einziges Buzzword heutzutage und ich sträube mich dagegen, es zu verwenden. Aber es stimmt halt einfach. Führe keine Verkaufsgespräche auf Facebook. Es geht hier mehr ums Zuhören und Interagieren.

OK, jetzt aber mal Butter bei die Fische: Worauf musst du sonst noch achten, damit du die besten Chancen hast, deine Follower zu erreichen und deine organische Reichweite zu steigern? Los geht’s mit Tipp Nummer 1.

Tipp #1: Poste dann, wenn deine Zielgruppe aktiv ist

Der einfachste Schritt, um deine organische Reichweite zu erhöhen, ist, dass du zum richtigen Zeitpunkt auf „Veröffentlichen“ klickst. Aktualität ist ein wichtiges Signal für Facebook bzw. den Algorithmus. Die neuesten Beiträge kommen im Newsfeed ja auch ganz oben — und das kannst du ausnutzen, indem du deine Beiträge nicht zu willkürlich ausgewählten Zeitpunkten postest, sondern die strategisch besten Zeitpunkte findest und deinen Content entsprechend planst. Also poste nicht dann, wann es dir gerade passt, sondern dann, wenn es deiner Zielgruppe am besten passt.

Fragst du dich, woher du zum Teufel wissen sollst, wann der richtige Zeitpunkt ist? Ganz einfach, über die Page Insights. Gehe dazu einfach auf deine Facebook-Seite. Klicke dann auf der Linken Seite auf den Punkt „Insights“ und anschließend auf „Beiträge“. Dort siehst du, wann deine Abonnenten typischerweise online sind. Richte deine Postings entsprechend auf diese Daten aus. Besonders wichtig ist dieser Tipp, wenn du Interaktionen sehen willst, also zum Beispiel bei Umfragen oder so.

Tipp #2: Verstehe den Facebook Algorithmus

Wie vorhin schon kurz erwähnt, entscheidet ein Algorithmus, welche Inhalte welchen Nutzern angezeigt werden. Nochmal als Erklärung: Du kannst dir das vorstellen wie einen Pool an Content, der zur Verfügung steht, um angezeigt zu werden. Diese Inhalte werden dann gerankt und nach ihrer Relevanz für den Nutzer sortiert. Tipp 2 ist jetzt, dass du mehr darüber lernst, wie dieser Algorithmus funktioniert und worauf er abzielt. Denn je besser du verstehst, wie die Beiträge gerankt werden, desto besser kannst du deine Inhalte optimieren und deine organische Reichweite steigern.

Natürlich behaupte ich jetzt NICHT, dass ich den Algorithmus vollständig verstehe. Also ich stell mich hier jetzt nicht hin und sag, dass ich voll den Durchblick habe und genau weiß,m welche Faktoren wie stark gewichtet werden, ich bin nicht hier um dir Bullshit zu erzählen. Genauso wie Google hält sich auch Facebook ziemlich bedeckt, was die genauen Faktoren angeht und ich werde dir jetzt hier keine Tipps geben, wie du den Algorithmus „hacken“ kannst.

Trotzdem steht letztendlich der Algorithmus zwischen dir und deinen Abonnenten. Und zum Glück gab es in der Vergangenheit immer wieder Unternehmen, die versucht haben, den Algorithmus zu studieren. Der Klassiker unter diesen Studien sind Korrelationsstudie. Vor allem Unternehmen, die ein Social Media Marketing Tool anbieten und vertreiben, haben Zugang zu hunderttausenden Datensätzen und sie nutzen ihre Daten, um daraus Erkenntnisse und Tipps für ihre Nutzer abzuleiten. Und einige dieser Erkenntnisse möchte ich mit dir teilen.

So fand zum Beispiel der Anbieter Hootsuite vier Faktoren heraus, die scheinbar stark mit guter organischer Reichweite korrelieren [3].

Dazu gehört zum Beispiel die Art des Contents, der gepostet wird. Also ob es ein Bild oder ein Video ist. Auch das Engagement spielt eine wichtige Rolle, also wie viele Reaktionen und Kommentare ein Beitrag erhält. Das haben wir ja vorhin schon gehört, dass Engagement eines der wichtigsten Metriken ist, die du im Auge behalten solltest. Dann fanden sie auch heraus, dass die Aktualität eine Rolle spielt — deswegen ja auch Tipp 1 — und außerdem auch, dass die Beziehung zwischen Nutzer und Unternehmen generell berücksichtigt wird, also zum Beispiel bezogen auf vergangene Interaktionen et cetera.

Daraus lassen sich ein paar Maßnahmen ableiten.

Erstens, interagiere mit deinen Followern. Schreibt jemand einen Kommentar? Dann antworte darauf! Interagiere mit deinen Abonnenten. Social Media Marketing besteht aus mehr als Content-Erstellung und Publikation. Nach dem Veröffentlichen geht der Spaß erst los, also achte darauf, dass du Kommentare beantwortest und deinem Publikum Aufmerksamkeit schenkst.

Im selben Zug solltest du deine Abonnenten auch dazu ermutigen, miteinander zu interagieren. Stelle Fragen in deinen Beiträgen, ermutige dazu Kommentare oder eigene Meinungen mit den anderen Abonnenten zu teilen und so weiter.

Der Algorithmus ändert sich regelmäßig, du solltest dich also hier auf dem Laufenden halten.

Tipp #3: Veröffentliche mehr (native) Videos

Weiter mit Tipp 3: Veröffentliche mehr Videos. Videos haben traditionell höhere Engagement-Raten als Bilder oder andere statische Posts. Ein und dieselbe Botschaft kommt meist in Form eines Videos besser an, Videos performen einfach besser. Ja, Videos sind aufwendiger und schwieriger in der Erstellung, aber du musst nicht unbedingt jedes mal schwere Geschütze auffahren, um ein Video zu produzieren. Mit der heutigen Handy-Generation kannst du im Normalfall ausreichend gute Videos filmen.

Und relativ klar ist auch, dass der Facebook Algorithmus Videos bevorzugt. Vor allem, wenn diese nativ auf Facebook veröffentlicht werden. Mit „nativ“ meine ich Videos, die unmittelbar auf Facebook veröffentlicht werden und nicht von Drittanbietern bereitgestellt werden. Also ein YouTube-Video einzubetten wird weniger gut funktionieren als wenn du das Video direkt zu Facebook hochlädst. Das solltest du auch unbedingt bedenken.

Ja, probier’s doch einfach aus und schau, wie gut Videos für deine Zielgruppe funktionieren. Letztendlich solltest du natürlich das posten, was deine Zielgruppe am liebsten ansieht. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden das aber nun mal Videos sein.

Auch hierfür kannst du dann übrigens wieder die Page Insights nutzen. Analysiere einfach die darin enthaltenen Daten und finde so die Art von Beitrag, die den größten Anklang bei deinem Publikum findet. Du könntest natürlich auch eine Umfrage starten und deine Abonnenten einfach fragen, was sie bevorzugen. Das geht ganz einfach über deine Facebook-Seite.

Randnotiz: Falls du Videos machst, achte unbedingt darauf, dass du ein ansprechendes Thumbnail dafür erstellst und vergiss auch die Untertitel nicht, weil viele Leute Videos ohne Ton ansehen.

Tipp #4: Probier mal was Neues

Nächster Tipp: Auch wenn du eine Content-Art gefunden hast, die gut funktioniert: Scheue nicht davor zurück, immer mal wieder was Neues auszuprobieren.

Facebook bietet ständig neue Features an und oft ist deine organische Reichweite besser, je mehr du davon nutzt. Und wer weiß, vielleicht findest du so ja sogar eine Möglichkeit, wie deine Fans noch mehr teilen und noch stärker mit deinen Beiträgen interagieren.

Probier zum Beispiel mal ein Wettbewerb oder Gewinnspiel aus, geh mal live oder nutze mehr Facebook Stories, falls du bisher nur normale Posts erstellt hast.

Tipp #5: Content kuratieren

Nächster Tipp: Du könntest sogar interessante Inhalte von einer anderen Seite teilen und dann mit deinen eigenen Gedanken dazu ergänzen. Das nennt man dann Content kuratieren.

Natürlich machst du das nicht mit Content von deinen Mitbewerbern, aber es gibt sicher jemand in deiner Branche, der dir nicht unbedingt in die Quere kommt und trotzdem nützliche Inhalte anbietet, die auch für deine Zielgruppe interessant sind.

Und wer weiß, vielleicht erwidern diese Unternehmen die nette Geste auch und teilen ihrereseits einen Beitrag von dir mit ihren Abonnenten.

Tipp #6: Nutze evergreen Content mehrfach

Damit sind wir jetzt glaube ich bei Tipp 6. In diesem Tipp geht es nicht darum, in welchem Format du Content teilst, sondern darum, wie lange der Content wertvoll für deine Zielgruppe ist. Es geht um Evergreen Content, hast du bestimmt schon mal gehört.

Was meine ich damit? Teile Content, der nicht morgen schon wieder uninteressant ist, sondern auch in einigen Monaten beziehungsweise Jahren noch relevant ist.

Vielleicht hattest du ja auch in der Vergangenheit schon mal Posts, die extrem gut funktioniert haben und auch heute noch relevant sind, also wie gesagt evergreen sind. Die könntest du dann auch einfach nochmal neu aufleben lassen, also praktisch reposten.

Ich hab ja vorhin schon erwähnt, dass deine Beiträge an den meisten deiner Abonnenten einfach vorbeigehen und sie ihn gar nie sehen. Es spricht also nichts dagegen, nach einer gewissen Zeit einen erfolgreichen Post einfach nochmal zu posten. Vielleicht hast du auch beim ersten mal den Zeitpunkt etwas versemmelt — siehe Tipp Nummer 1 — oder dein Text hätte noch etwas Feinschliff vertragen können. Solche Dinge kannst du dann beim zweiten Mal ausbessern. Die Chancen stehen gut, dass der Beitrag beim zweiten Post ebenfalls gut performt und vielleicht schaffst du es ja auch, NOCH mehr Engagement rauszukitzeln als beim ersten mal. Das kannst du dann auch gleich nutzen, um selbst dazuzulernen, weil du dann quasi einen A/B-Test machst, also probier’s doch einfach mal aus.

Tipp #7: Frequenz ist nicht alles

OK, kommen wir jetzt zum letzten Tipp, Tipp Nummer 7. Der ist vielleicht ein bisschen kontrovers, denn er lautet Frequenz ist nicht alles. Uff, hab ich das wirklich gesagt? Ja hab ich.

Lass mich erklären. Wenn’s bei dir aktuell nicht so richtig rundläuft, denkst du dann wirklich, dass mehr von der selben Sache zu tun, andere Ergebnisse bringt? Zu viele Leute denken, dass sie einfach nur mehr und NOCH mehr posten müssen, um mehr Leute zu erreichen.

Aber das wie wir vorhin gehört haben nicht, wie der Algorithmus funktioniert. Solange die Qualität deiner Beiträge nicht stimmt, sie dein Publikum nicht ansprechen und so weiter, wird dir eine höhere Frequenz einfach nicht weiterhelfen.

Aber ich muss diesen Tipp vermutlich etwas relativieren. Denn ich weiß ja nicht, wie oft du bisher postest und jetzt pauschal zu sagen, du sollst weniger oder mehr machen kann ja nur nach hinten losgehen. Also, um dir ein Extrembeispiel zu machen: Postest du bisher einmal im Monat? — Dann tust du vermutlich gut daran, deine Frequenz zu steigern. Postest du aber mehrmals pro Tag was, kann es sein, dass du dich wieder mehr auf Qualität statt auch Quantität konzentrieren solltest. An der Stelle ist es für mich natürlich sehr schwer, hier eine klare Linie vorzugeben. Worauf es ankommt ist, dass Frequenz allein nicht genügt und dass es unter Umständen hilfreich ist, wenn du hochwertigere Beiträge erstellst — auch wenn das dann bedeutet, dass du etwas seltener postest.

Und zu allerletzt noch ein persönliches Anliegen: organische Reichweite allein, ist auch nicht alles. Denn sie alleine ist kein Garant für unternehmerischen Erfolg auf Facebook. All diese Tipps hier, sind am Ende nur der verzweifelte Versuch, der sinkenden organischen Reichweite auf Facebook irgendwie entgegenzusteuern. Ich würde es dir nicht übelnehmen, wenn du es Leid bist, ständig versuchen zu müssen den Algorithmus zu überlisten. Social Media Marketing ist nicht für jeden das passende Mittel und nicht jeder muss Social Media nutzen, wenn es für das eigene Unternehmen keinen Wert hat — ich mein, nicht mal Apple ist auf Facebook aktiv. Schau mal auf deren Seite, der letzte Post ist vom Dezember 2020. Ich mein wtf? Ich will dich jetzt nicht per se abhalten, Social Media Marketing zu machen, auf keinen Fall. Aber ich will dir einfach mal sagen, dass nicht JEDER ein Social Media Profil machen muss, weil’s einfach manchmal effektivere Mittel gibt, die besser zu deinen Zielen passen.

Für alle anderen: Ich hoffe, dir haben diese Tipps weitergeholfen. Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren und damit rumspielen. Wenn dir diese Episode weitergeholfen hat und sie für dich wertvoll war, lass mir doch eine Bewertung und Feedback bei Apple Podcasts da. Ich wünsch dir eine gute Woche und wenn du möchtest hören wir uns nächste Woche wieder. Mach’s gut, tschau!

Zuletzt geändert am 16. Juli 2023
Über den Autor
Kai Bader
Kai Bader
Kai Bader ist Digital Marketer und Unternehmer. Er wird von seiner Leidenschaft, Geschäftsprobleme durch strategisches Marketing zu lösen, angetrieben.