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9 erprobte Linkbuilding-Taktiken für hochwertige Backlinks

Backlinks sind ein essenzieller Teil jeder SEO-Strategie. Aber eine Strategie ist nur so gut wie ihre Umsetzung in die Praxis. In diesem Beitrag lernst du 9 praxiserprobte Linkbuilding-Taktiken, mit denen du aktiv Backlinks für deine Website aufbauen kannst.

Auch zum Anhören verfügbar! Let’s Talk Online Marketing Episode Nr. 40 & 41

Inhaltsverzeichnis

Bevor wir zu den praktischen und umsetzbaren Linkbuilding-Taktiken kommen, gibt’s noch eine kurze Einführung zum Thema Linkbuilding, wo ich das Thema Linkbuilding in den breiteren Kontext einbette. Wenn du das überspringen möchtest, klicke hier.

Linkbuilding: Warum überhaupt Backlinks aufbauen?

Wir bauen Backlinks auf, um die Autorität unserer Website zu erhöhen.

Die Autorität wird in verschiedenen SEO-Tools mit unterschiedlichen Metriken gemessen. Typisch sind zum Beispiel Domain Authority und Domain Rating bei Moz respektive Ahrefs.

Mit dem kostenlosen Authority-Checker von Ahrefs sieht das dann so aus:

Ahrefs Domain Rating für zeit.de

Und warum benötigen wir Autorität?

Der wichtigste Grund ist, dass wir mit einer höheren Autorität besser, schneller und für härter umkämpfte Keywords ranken können.

Mehr Autorität bedeutet also mehr Sichtbarkeit.

Durch besseres Backlink-Profil nächstes Level erreichen

Aber Backlinks sorgen nicht nur für höhere Autorität und damit für mehr Sichtbarkeit. Sie sind gleichzeitig eine Grundlage für nachhaltiges und langfristiges Wachstum.

Denn wenn du Autorität aufbaust, sicherst du dich gegenüber negativen Einflüssen wie Spam-Backlinks ab.

Außerdem ermöglicht dir mehr Autorität, es in der Zukunft mit der starken Konkurrenz bei Shorttail-Keywords aufnehmen zu können.

Hochwertige Backlinks bauen Vertrauen auf. Genau darum geht’s beim Linkbuilding. Denn Google muss dir vertrauen, damit du ranken kannst.

Wenn Google eine Seite anschaut, um zu entscheiden, ob diese Seite in den Top-Positionen ranken sollte oder nicht, spielt die Domain Authority (DA) beziehungsweise die Page Authority (PA) immer eine wesentliche Rolle.

Beides sind Metriken, um die Autorität einer Website (DA) beziehungsweise einer spezifischen Unterseite (PA) zu bewerten.

Bei der Autorität geht es ganz einfach ausgedrückt um die Frage, ob man im Internet über dich spricht. Und wenn man über dich spricht, geht es auch darum, in welchem Kontext man über dich redet.

Genauer gesagt geht es darum:

  • Wo kommt der Link her,
  • mit welchem Ankertext wird auf dich verlinkt
  • und auf welche Seite verweist der Link und stehen die Seiten und der Ankertext inhaltlich in einem Zusammenhang.
In der Offpage-SEO geht es nicht nur um Linkbuilding. Es geht auch um Citation Building, Social Signals etc. Aber in diesem Beitrag konzentrieren wir uns auf Linkbuilding.

Der Linkbuilding-Prozess

Was ist ein Backlink? Linkbuilding erklärt

Wie geht also Linkbuilding? Es gibt viele unterschiedliche Linkbuilding-Taktiken, zu denen wir auch sofort kommen. Der Prozess beim Linkbuilding ist aber immer relativ ähnlich. Er läuft in etwa wie folgt ab:

  • Relevante Seiten und Websites finden
  • Die besten Seiten und Websites selektieren
  • und die Verantwortlichen der Websites kontaktieren, beispielsweise über E-Mail-Outreach

Je nach Taktik variieren diese Schritte inhaltlich. Aber der Prozess bleibt praktisch immer gleich.

Gute Websites auswählen

Wie ich im Beitrag „Was ist ein Backlink?“ bereits teilweise erklärt habe, sind Backlinks nur so gut wie die Websites, von denen sie kommen.

Hochwertige Backlinks = gute Ergebnisse.

Hochwertig bedeutet in diesem Zusammenhang, dass:

  • Der Backlink von einer relevanten Website/Webseite kommt
  • Die Website möglichst viel Autorität hat

Auf den zweiten Punkt – die Autorität der verweisenden Website – möchte ich noch kurz eingehen. Denn wenn du in Schritten 1 und 2 relevante Websites findest, wirst du nicht umhinkommen, die Qualität der Website anhand ihrer Domain Authority zu bewerten. Je höher die Domain Authority, desto hochwertiger die Website.

Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass man nicht blind auf die Domain Authority vertrauen sollte.

Eine gute Domain Authority muss nicht automatisch bedeuten, dass die Website auch in Googles Augen eine hohe Qualität hat.

Die Domain Authority ist schon eine wichtige Metrik, keine Frage. Aber die Domain Authority sollte nicht alles sein, was du dir anschaust, um die Qualität einer Website zu beurteilen.

Wenn du dir also eine passende Website aussuchst, dann achte neben der Domain Authority zum Beispiel auch auf Red Flags, die dich skeptisch machen sollten. Red Flags sind z. B.:

  • Websites mit einer Domain Authority von über 60, die nicht mal ein HTTPS-Zertifikat haben.
  • Wenn eine Website 10.000 Backlinks hat, die nur von 20 verschiedenen Domains kommen.
  • Oder wenn 100 % der Links dofollow sind.

Wähle die Websites also nicht ausschließlich auf Grundlage der Domain Authority aus. Schau dir immer auch an, auf welche Arten von Websites sie selbst verlinken sie, ob ihr Linkprofil auch manuell analysiert hochwertig ist und ob die Seiten, von denen ihre Links kommen, selbst hochwertig sind.

Kommen wir jetzt aber zu ein paar konkreten Taktiken, die du nutzen kannst, um Links aufzubauen.

1. Unlinked Brand Mentions

Was sind Unlinked Brand Mentions?

Oft kommt es vor, dass deine Marke im Internet erwähnt wird, aber kein Link auf deine Website gesetzt wird. Also jemand spricht über dich, deine Produkte, Dienstleistungen oder dein Unternehmen, macht sich aber nicht die Mühe, dich auch zu verlinken.

Beispiel für eine nichtverlinkte Markenerwähnung
Sistrix und Semrush werden in diesem Beispiel lediglich erwähnt (nicht verlinkt)

Unlinked Brand Mentions sind also nicht verlinkte Markenerwähnungen.

Bei dieser Linkbuilding Taktik geht es jetzt darum, diese Markenerwähnungen aufzuspüren und sie in eine verlinkte Markenerwähnung umzuwandeln.

Wie funktioniert Linkbuilding durch Unlinked Brand Mentions?

Was du also tun musst ist, Websites zu finden, die dich erwähnen, aber nicht verlinken. Dann musst du die verantwortlichen Personen identifizieren und diese dann anzusprechen und um einen Link zu bitten.

Diese Linkbuilding-Taktik hat meiner Erfahrung nach sehr hohe Erfolgsquoten.

Du hast den Fuß ja schon halb in der Türschwelle.

Es hat dich bereits jemand erwähnt und damit bereits signalisiert, dass du wertvoll bist. Der Autor kennt dein Unternehmen also bereits. Die Hürde von einer unverlinkten Markenerwähnung hin zu einer verlinkten Markenerwähnung ist also relativ klein.

Wie findet man Unlinked Brand Mentions?

Die Frage ist nur, wie findest du Unlinked Brand Mentions?

Also erst mal musst du wissen, wonach du suchst. Offensichtlich suchst du nach Erwähnungen deines Unternehmens. Es geht aber nicht nur um den Unternehmensnamen. Es geht auch um die Markennamen von Produkten, Leistungen oder Slogans, die eindeutig dir zuzuordnen sind.

Mach am besten eine Liste mit allen möglichen Begriffen und Phrasen, die im Internet erwähnt werden könnten und die einen Bezug zu dir haben.

Beispiel gefällig?
Nehmen wir mal das Unternehmen Adobe. Es ist wahrscheinlich, dass Adobe vor allem im Zusammenhang mit Produkten wie Photoshop, InDesign oder Acrobat PDF Reader im Internet erwähnt wird. Nicht immer muss dabei auch Adobe explizit mit dabei stehen.

Unlinked Brand Mentions finden mit Ahrefs

Dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie du diese Unlinked Brand Mentions aufspüren kannst. Wenn du ein SEO-Tool wie Ahrefs im Einsatz hast, kannst du Tools wie den Ahrefs Content Explorer verwenden, um Unlinked Brand Mentions zu finden.

Das weißt du aber vermutlich eh schon, wenn du bereits mit Ahrefs arbeitest.

Deswegen noch eine Alternative für alle ohne teure SEO-Tools.

Unlinked Brand Mentions finden mit einer Google-Suche

Du kannst nämlich auch mit einer einfachen Google-Suche schon einiges erreichen, nämlich indem du Google Search Operators verwendest.

Suche zum Beispiel nach

intext:deinemarke -deinedomain.de -facebook.com -youtube.com

Hier ein Beispiel, wie das für das Tiroler Startup Carevallo aussehen könnte:

Suche nach Unlinked Brand Mentions auf Google

Je nachdem, wie viele Ergebnisse dir angezeigt werden, kannst du die Suche weiter eingrenzen. Nutze dazu die Filter der Google-Suche, um zum Beispiel nur die kürzlich hinzugekommenen Brand Mentions zu finden.

Unlinked Brand Mentions finden

Google Suchoperatoren

Zur Erklärung: Mit dem Search Operator intext: findest du Wörter, die im Inhalt einer Webseite enthalten sind.

Damit allein findest du aber natürlich auch all deine eigenen Seiten. Deswegen fügst du hinten noch den Exclusion Operator mit deiner Domain an. Das ist einfach ein Minuszeichen vor der Domain, die du ausschließen willst „-deinedomain.de“.

Du kannst wie oben gezeigt auch Websites von Social Media ausschließen.

Hier findest du eine vollständige Liste mit allen Suchoperatoren.

Der Rest ist dann viel manuelle Arbeit: Seiten anschauen, nach den Erwähnungen suchen, die mit Links aussortieren und so weiter.

Auf diese Weise findest du natürlich auch die Seiten, die dich mit Link erwähnen. Du musst dich also durch einige Seiten durchklicken.

Aber der Aufwand lohnt sich, weil die Erfolgschancen wie eingangs erwähnt wirklich ausgezeichnet sind. Solltest du also unbedingt in dein Repertoire aufnehmen!

Linkbuilding durch Unlinked Brand Mentions: Top-Ressourcen

2. Broken Link Building

Dann kommen wir zur zweiten Linkbuilding Taktik: dem Broken Linkbuilding.

Ahrefs hat dazu ein informatives und kurzes Video gedreht:

Was sind Broken Links?

Broken Link heißt auf Deutsch so viel wie toter Link. Mit toter Link meint man in der Regel Links zu Webseiten, die es gar nicht gibt.

Also Seiten, wie den HTTP-Statuscode 404 ausgeben, was für Seite nicht gefunden steht.

Auf meiner Website sieht die 404-Fehlerseite zum Beispiel so aus:

Beispiel für eine 404-Seite

Was ist Broken Link Building?

Beim Broken Link Building geht es um also eine Linkbuilding-Taktik, bei der du tote Links findest und durch einen funktionierenden Link ersetzt.

Broken Link Building Prozess

Der Prozess sieht also so aus:

  • Du findest Backlinks, die zu einer 404-Seite auf einer anderen Website führen.
  • Jetzt pickst du dir die Broken Links raus, zu denen du einen Ersatz anbieten kannst oder bereit bist einen Ersatz zu erstellen
  • Du kontaktierst den Website-Betreiber, um ihm vorzuschlagen, den Link durch einen funktionierenden Link zu ersetzen. Dabei sagst du ihm, dass du die Ressource, der er verlinkt hat, mit deinem eigenen Content perfekt ersetzen könntest.

Das Gute am Broken Linkbuilding ist also, dass du nicht einfach einen Link verlangst, sondern dass du erst mal deine Hilfe anbietest, indem du den Websitebetreiber auf ein Problem auf seiner Website hinweist.

Und dann ersparst du auch noch Zeit, weil du eine passende Ressource parat hältst und das Suchen ersparst.

Also erst Wert stiften, dann nach Link einem fragen.

Broken Link Building ist also eine wirklich gute Möglichkeit, Backlinks durch einen fairen Austausch von Wert zu erhalten.

Wie findet man Broken Links?

Wie findest du jetzt solche Broken Links? Im ersten Schritt musst du erst mal Seiten mit Broken Links finden und sammeln.

Ahrefs Broken Link Checker

Am einfachsten geht das auch hier wieder mit dem passenden SEO-Tool. Ich bevorzuge Ahrefs. Bei Ahrefs gibt es ein Tool namens Broken Link Checker, mit dem du nicht nur die toten Links auf deiner eigenen Seite finden kannst, sondern auch die toten Links deiner Konkurrenten finden und in eigene Linkbuilding-Chancen umwandeln kannst.

Eingeschränkt ist das Tool auch kostenlos verwendbar.

Du analysierst also zum Beispiel die Websites deiner Top-Konkurrenten und findest eingehende Backlinks, die auf eine 404-Seite zeigen.

Also Links, die eigentlich deine Konkurrenten erhalten haben, die aber auf eine Seite zeigen, die es gar nicht mehr gibt.

Die Chance ist dann hoch, dass du vielleicht sowieso schon eine passende Seite hast, je nachdem, was das für Konkurrenten sind. Und falls du keine passende Seite hast, würde es wahrscheinlich sowieso Sinn ergeben, eine Seite zu erstellen, die als Ersatz dienen kann.

Website-Betreiber kontaktieren und pitchen

Dann gehst du hin und kontaktierst den Websitebetreiber von der Website mit dem toten Backlink und bittest sie, den toten Link durch einen funktionierenden Link auf deine Website auszutauschen.

Natürlich muss deine Seite die ursprüngliche Ressource auch ersetzen können.

Dazu ein kleiner Profitipp: Du kannst dir über die Website archive.org anschauen, wie die Seite zuletzt ausgesehen hat, bevor sie gelöscht wurde.

Dort werden Webseiten gespeichert, sodass du in den meisten Fällen auch nachdem eine Seite gelöscht wurde noch darauf zugreifen kannst. Dadurch kannst du sicherstellen, dass deine eigene Seite auch wirklich als Ersatz funktioniert.

Was tun ohne SEO-Tool?

Damit diese Linkbuilding-Taktik gut funktioniert und vor allem skalierbar ist, musst du schnell an viele tote Links kommen. Über den Ahrefs Site Explorer funktioniert das meiner Meinung nach am besten.

Aber was kannst du tun, wenn du Ahrefs nicht gekauft hast?

Es gibt noch einige andere Möglichkeiten, wie du Broken Links sammeln kannst. Ohne Ahrefs oder ein vergleichbares Tool bist du nur bei Weitem nicht so schnell.

Eine Alternative hab ich aber für dich. Die funktioniert besonders dann gut, wenn du gezielt einzelne Webseiten nach toten Links überprüfen möchtest.

Check My Links Chrome-Add-on

Wenn du schon eine konkrete Seite im Kopf hast, von der du einen Link haben möchtest, kannst du auch einzelne Seiten auf Broken Links prüfen.

Und zwar einfach und kostenlos mit dem Chrome-Plug-in Check My Links.

Damit kannst du kostenlos alle ausgehenden Links auf einer beliebigen Seite prüfen und so tote Links mit 404-Statuscode finden.

"Check My Links" Bericht Screenshot

Du kannst das Plugin einfach installieren und ab und zu bei relevanten Seiten prüfen, ob hier nicht eine Chance für dich da ist. Wirklich skalieren lässt sich Broken Linkbuilding damit aber zugeben nicht.

Broken Link Building ist grundsätzlich schon aufwendig und teilweise auch mühsam. Die Seiten finden ist die eine Sache. Aber am Ende musst du über E-Mail-Outreach die Websitebetreiber kontaktieren. Das heißt, du musst strategisch vorgehen, damit sich der Aufwand für dich lohnt und deine E-Mails tatsächlich gelesen werden.

Linkbuilding durch Broken Links: Top-Ressourcen

3. Skyscraper Technique

Machen wir jetzt weiter mit der nächsten Linkbuilding-Taktik: der Skyscraper-Technique oder Wolkenkratzer-Technik.

Wenn du Brian Dean vom SEO-Blog Backlinko kennst, dann kennst du diese Technik wahrscheinlich schon. Denn er hat sie bekannt gemacht.

In diesem Video stellt er vor, wie die Skyscraper-Technique funktioniert:

Was ist die Skyscaper-Technique?

OK, was ist die Skyscraper-Technik?

Die Skyscraper-Technik ist eine Linkbuilding-Taktik, die von Brian Dean von Backlinko entwickelt wurde, um ansprechende Inhalte zu erstellen, die dir helfen, hochwertige redaktionelle Links zu erhalten.

Bei der Skyscraper-Technik geht es darum, die besten Inhalte zu einem stark nachgefragten Thema zu erstellen.

Du schaust also, was für Content gibt es bereits, der so richtig, richtig gut performt. Und dann suchst du dir die Seiten aus, die nicht wirklich gut umgesetzt wurden und machst es tausendmal besser.

Du baust also auf den guten Ideen von anderen auf, die aber nicht optimal umgesetzt wurden, wo es noch Luft nach oben gibt, und toppst diese Seiten dann durch deinen eigenen Content.

Wie geht die Skyscraper-Technique?

Die Skyscraper-Technik besteht aus drei Schritten.

Schritt 1 – Inhalte in deiner Nische finden

Im ersten Schritt musst du Inhalte in deiner Nische finden, die gut performen, das heißt bereits viele Links, Social Shares, Kommentare und Traffic generiert haben.

Eine der einfachsten Möglichkeiten, solche Inhalte zu finden, ist bei Google nach stark umkämpften Keywords zu suchen. Denn wenn du beispielsweise für ein Shorttail Keyword eine Seite findest, die in den Top 3 rankt, dann kannst du davon ausgehen, dass diese Seiten auch viele Links erhalten haben.

Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, kannst du die Seiten auch nur in einem SEO-Tool wie Ahrefs analysieren und dir anschauen, wie viele Links tatsächlich auf die Seite verlinken.

Schritt 2: 10x Content erstellen

Jetzt hast du also Content gefunden, der in der Vergangenheit nachweislich hochwertige Links und Traffic generiert hat.

Im zweiten Schritt kommen wir zum Kern der Skyscraper-Technik: Jetzt gehst du nämlich hin und erstellst etwas noch viel, viel Besseres.

Die Idee ist die folgende: Du hast dich wahrscheinlich noch nie gefragt, was das siebthöchste Gebäude der Welt ist, oder? Natürlich nicht. Wenn überhaupt interessiert dich, was das weltweit höchste Gebäude ist.

Und genau das machst du dir bei der Skyscraper-Technique zunutze.

Denn im zweiten Schritt setzt du einen drauf. Du hast Content gefunden, der schon gut ist. Und jetzt machst du daraus den absolut genialsten Content überhaupt im Netz, sodass dein Content am Ende sozusagen das höchste Gebäude der Welt ist.

Das schaffst du zum Beispiel, indem du die Inhalte gründlicher abdeckst, mehr in die Tiefe gehst, also einfach mehr machst. Außerdem kannst du darauf achten, dass der Content brandaktuell ist und dass er besser designt ist.

Das Design darf man nicht unterschätzen. Wenn dein Design besser ist, also die Nutzererfahrung besser ist, erhöht das automatisch den wahrgenommenen Wert deines Contents.

Schritt 3: Content bekannt machen

Gut, jetzt hast du also den absolut besten Content, den es gibt. Jetzt musst du den Content aber auch noch bekannt machen und verbreiten.

Wie machst du deine Inhalte bekannt?

Tatsächlich geht das auch heute noch am besten mit E-Mail-Outreach. Also zumindest, wenn’s um Linkbuilding geht. Beim Linkbuilding sind E-Mails fast immer die beste Wahl.

Man sollte jetzt nur nicht den Fehler machen, einfach E-Mails an beliebige Leute zu schicken und nach einem Link zu betteln.

Nein, nein.

Natürlich suchst du dir die Leute aus, bei denen die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass sie auf dich verlinken.

Die beste Anlaufstelle ist, dir anzuschauen, wer auf den schlechten Content aus Schritt 1 verlinkt hat, auf dem du deinen Wolkenkratzer-Content aufgebaut hast. Das sind die Leute, die eh schon auf den Content verlinken und vermutlich bereit sind, den Link auszutauschen und stattdessen auf deinen, deutlich besseren Content zu verlinken.

Ja, und das ist die Skyscraper-Technique. Sehr beliebt, sehr verbreitet und sehr effektiv – allerdings auch mit viel Aufwand verbunden.

Es gibt aber viele Case Studies, die zeigen, dass diese Taktik nach wie vor sehr gut funktioniert.

Linkbuilding mit der Skyscraper-Technik: Top-Ressourcen

4. Werde eine Quelle für Journalisten und Blogger

Linkbuilding-Taktik Nummer 4 lautet: Werde eine Quelle für Journalisten und Blogger.

Es gibt so viele Blogs und Nachrichtenseiten im Internet. Und viele von diesen Seiten haben hohe Autorität und bekommen viel Traffic.

Aber Journalisten und Blogger können sich auch nicht alle Informationen aus dem Ärmel schütteln.

Sie recherchieren deswegen natürlich genauso im Internet wie du und ich. Und wie das gute Journalisten eben so tun, verlinken sie in der Regel ihre Quellen, wenn sie Content und Informationen von fremden Websites verwenden.

Genau hier kannst du fürs Linkbuilding ansetzen.

HARO – Help A Reporter Out

Und die gute Nachricht: Du musst nicht mal selbst nach Journalisten oder Bloggern suchen, sondern kannst auf eine kostenlose Plattform namens HARO zugreifen.

HARO ist ein Akronym für Help A Reporter Out. Das ist eine Plattform, wo sich Reporter, Journalisten und Blogger mit den passenden Experten auf einem bestimmten Themengebiet vernetzen können.

Ahrefs stellt diese Methode in einem kurzen SEO-Kurs auf YouTube vor:

HARO verbindet also Leute, die Informationen und Quellen brauchen, mit Leuten, die diese Informationen haben und im Gegenzug einen Link dafür wollen.

Das ist wirklich eine geniale Möglichkeit, an hochwertige Links von sehr autoritären Quellen bis hin zu Zeitungen wie der New York Times zu kommen.

Wie gesagt, HARO ist grundsätzlich kostenlos. Es gibt auch bezahlte Konto-Modelle, aber die sind absolut nicht notwendig und für den Einstieg würde ich dir das auch gar nicht empfehlen.

Bleib erst mal bei dem kostenlosen Account, das reicht in den meisten Fällen aus. Alles, was du tun musst, um mit HARO loszulegen sind drei Schritte.

  • Erstens, du musst auf helpareporter.com gehen und dich als Quelle für ein kostenloses Konto registrieren.
  • Dann erhältst du dreimal pro Tag E-Mails mit unterschiedlichen Anfragen zu unterschiedlichen Themen.
  • Wenn ein Thema dabei ist, mit einer Anfrage, die du beantworten kannst, antwortest du einfach auf die E-Mail und schickst dem jeweiligen Journalisten deinen Pitch.

Natürlich bist du nicht der einzige, der auf eine Anfrage reagiert und seinen Content pitcht. Du musst dir also schon Mühe mit deinen Pitches geben.

Journalisten haben meistens Zeitdruck. Das heißt, sie machen sich nicht die Mühe, deine Texte umzuschreiben oder sich durch deine Eigenwerbung durchzuwühlen.

Es gibt genug andere Quellen. Aber so oder so, für mich ist HARO eine der besten Möglichkeiten, an hochwertige Backlinks von redaktionellen Webseiten zu kommen.

Linkbuilding mit HARO: Top-Ressourcen

5. Guest Posting

Dann kommen wir zu einem weiteren echten Klassiker: dem Guest Posting oder Guest Blogging.

Guest Posting gibt es schon Ewigkeiten. Aber Guest Posting ist noch lange nicht tot. Auch heute ist Guest Posting eine der besten Linkbuilding-Taktiken, die ich kenne.

Man muss nur strategisch vorgehen und etwas wählerisch sein.

Wie du mit Guest Posting starten kannst, wird in diesem Video erklärt:

Was sind Guest Posts?

Aber mal ganz der Reihe nach. Was ist eigentlich ein Guest Post oder ein Gastbeitrag?

Ein Gastbeitrag zu schreiben, bedeutet, dass du einen Artikel auf der Website eines anderen veröffentlichst. Also du verschenkst sozusagen Content an andere Websites.

Dazu wirst du dann beispielsweise als Gastautor angelegt, sodass du auch eine Autorenbox und so weiter auf der anderen Website hast.

In diesem Gastbeitrag kannst du dann an passenden Stellen auf relevante Seiten auf deiner eigenen Website verlinken. Und in der Autorenbox kannst du zusätzlich auf deine Expertise und deine Marke aufmerksam machen.

Ein guter Gastbeitrag kann drei Dinge für dich tun.

  • Du kannst damit deinen Ruf aufbauen
  • du kannst damit Traffic für deine Website erzeugen
  • und natürlich Links für deine eigene Website generieren.

Gastbeiträge sind also nicht nur aus Linkbuilding-Sicht spannend, sondern gleich dreifach interessant.

Wie geht Guest Posting?

Wie gehst du jetzt vor, wenn du einen Gastbeitrag schreiben möchtest? Der Prozess besteht aus vier Schritten.

  • Passende Websites finden, die für Gastbeiträge offen sind. Weil nicht jeder Blog arbeitet mit Gastautoren zusammen.
  • Dir einen Pitch mit einem interessanten Thema für die Website überlegen
  • Die Websitebetreiber kontaktieren und die Zustimmung erhalten
  • Und dann den Gastbeitrag schreiben und veröffentlichen

Gastbeiträge für die richtige Zielgruppe schreiben

Wichtig ist, dass die Websites, für die du schreibst, relevant für deine Nische sind.

Ich würde das ganze immer ganzheitlich betrachten und nicht nur stur aus Linkbuilding-Perspektive Gastbeiträge schreiben. Wenn ich Gastbeiträge für mich oder Kunden schreibe und Zeit in die Content-Erstellung stecke, möchte ich damit auch etwas erreichen, was über reines Linkbuilding hinaus geht.

Digitale PR, neue Zielgruppen ansprechen, Partnerschaften aufbauen, Traffic auf die eigene Website generieren, Reichweite in sozialen Medien generieren und so weiter.

Mir ist also wichtig, dass die Zielgruppe des Blogs auch zu mir passt. Die Autorität der Website ist auch ein Kriterium, aber ich würde kleinere Websites mit wenig Autorität nicht kategorisch ausschließen, denn es geht am Ende um mehr als einen einfachen Link.

Wie du Seiten für Guest Posts findest

Wie findest du jetzt passende Websites, die Gastbeiträge veröffentlichen?

Du kannst zum Beispiel mit einer Google-Suche starten.

Nutze als Keyword einfach deine Branche, für das du gerne einen Gastbeitrag schreiben würdest, und ergänze dann in Anführungszeichen „Gastbeitrag“, „Gastbeitrag schreiben“ oder „Gastautor werden“.

Damit findest du ziemlich sicher die ein oder andere Website, die Gastbeiträge annimmt.

Alternativen zu einer Google-Suche sind:

  • Die Blogger direkt anschreiben, mit denen du gerne zusammenarbeiten möchtest
  • Die Backlinks deiner Konkurrenten nach solchen Gastartikeln durchsuchen
  • Oder Plattformen wie MyBlogGuest besuchen.

Pitch für den Blogbeitrag vorbereiten

Wenn du dann passende Seiten gefunden, solltest du dir genau ansehen, was für Content auf dem Blog normalerweise veröffentlicht wird und wer die Zielgruppe ist.

Wichtig ist zum Beispiel:

  • Sind die Beiträge eher für Anfänger oder Profis?
  • Richtet sich der Content eher an B2B oder B2C?
  • Sind die Beiträge eher kurz oder eher lang?

Je besser du verstehst, was für Content der Blog veröffentlicht, desto besser kannst du deinen Pitch darauf ausrichten und deine Erfolgschancen erhöhen.

Versuche außerdem ein paar Gastbeiträge von anderen Gastautoren auf dem Blog zu finden, damit du ein Gespür dafür bekommst, was die Gastautoren zum Beispiel für einen Hintergrund haben.

Dann hast du eine gute Vorstellung davon, wie du dich verkaufen musst, welches Thema interessant sein könnte, welche Perspektive am besten ankommen und so weiter.

Denn wie immer gilt: Personalisierung deiner E-Mail ist das A&O, wenn du mit Outreach erfolgreich sein möchtest.

Website kontaktieren und pitchen

Apropos Outreach. Aus all diesen Informationen überlegst du dir dann ein Thema, das zu deiner Website und zu dem Blog, für den du schreiben möchtest, passt.

Dann kannst du deinen Gastartikel pitchen.

Auch hier wirst du wohl in den meisten Fällen auf eine E-Mail zurückgreifen. Wenn die Website regelmäßig Gastbeiträge annimmt, gibt es vielleicht auch Richtlinien. Die solltest du auf jeden Fall berücksichtigen und sehr genau lesen.

Wie gut deine E-Mail ist, entscheidet am Ende darüber, ob du als Gastautor akzeptiert wirst oder nicht. Deswegen sollte deine E-Mail möglichst personalisiert sein.

Mach dir die Mühe und finde eine konkrete Ansprechperson heraus. Schreibe nicht an „sehr geehrte Damen und Herren“. Ist eigentlich wie beim Schreiben von Bewerbungen.

Stelle dich dann kurz vor und erkläre, was die Seite davon hat, wenn sie dich als Gastautor aufnehmen würde. Gib ein paar Beispiele für frühere Blogbeiträge oder verlinke auf deine sozialen Medien, wenn du hier viele Follower hast.

Erkläre dann, was deine Gastbeitrag-Idee ist. Du kannst auch verschiedene Ideen vorschlagen. Aber je konkreter, desto besser.

Am besten mit ein paar Stichpunkten, was du darin abdecken möchtest. Gib dir wirklich Mühe damit.

Denk immer daran, wenn alles gut läuft, baust du dir einen Kontakt auf, für den du in Zukunft immer wieder schreiben kannst. Das Ganze lohnt sich also langfristig.

Gastbeitrag einreichen

Im letzten Schritt musst du den Gastbeitrag nur noch erstellen und mitsamt aller Grafiken auf der Website veröffentlichen.

Bedenke immer, dass es nicht um dich geht.

Du würdest schließlich auch nicht die Werbefläche für jemand anderen spielen wollen.

Wenn du also Gastautor bist, dann verhalte dich auch entsprechend. Biete der Zielgruppe geilen Content und spare dir Eigenwerbung an unpassenden Stellen.

Überlege dir aber natürlich auch, wo du dich selbst an passenden Stellen verlinken kannst. Denn darum geht’s am Ende schließlich auch, dass du nachher einen oder mehrere passende Links aus dem redaktionellen Teil des Gastbeitrags bekommst.

Guest Posting ist eine der besten Linkbuilding-Taktiken und du solltest dir das auf jeden Fall näher anschauen. Das kann ich dir wärmstens empfehlen.

Linkbuilding durch Guest Posting: Top-Ressourcen

6. Ressourcen-Seiten und Linklisten

Aber jetzt geht’s weiter mit Linkbuilding-Taktik Nummer 6: Linkbuilding mit Ressourcenseiten und Linklisten.

Vielleicht hast du bereits von sogenannten Link Roundups gehört. Das ist etwas Ähnliches. Mehr dazu findest du hier.

Jedenfalls, bei dieser Linkbuilding-Taktik geht es darum, dass du Seiten findest, die sehr viele externe Links kuratiert haben.

Das sind solche typischen Ressourcen-Seiten, die unterschiedliche externe Quellen kuratieren und eben auch verlinken. Wenn du solche Seiten findest und eine passende Ressource dazu hast, ist es meistens relativ einfach, aufgenommen zu werden.

Die Seite verlinkt ja sowieso schon auf dutzende andere Ressourcen und wenn dein Content dazu passt, tut ein zusätzlicher Link nicht weh. Eher im Gegenteil sogar, denn genau darum geht’s ja. Und deinen Content zusätzlich zu verlinken, macht die Ressourcen-Seite am Ende sogar noch wertvoller.

Auch hierzu gibt es wieder ein praktisches Tutorial von Ahrefs:

Wie geht Linkbuilding mit Ressourcen-Seiten und Linklisten?

Wenn du diese Linkbuilding-Taktik nutzen möchtest, musst du auch wieder erst mal passende Seiten finden. Mit einer Google-Suche und den passenden Such-Operatoren wirst du aber in der Regel schnell fündig.

Sagen wir zum Beispiel, du verkaufst ein Social-Media-Marketing-Tool und möchtest Links aufbauen. Jetzt könntest du nach Social Media in Kombination mit Begriffen wie Ressourcen, Links, nützliche Links und so weiter googeln.

Mit den passenden Search Operators kannst du auch wahlweise nach einem bestimmten Begriff im Titel oder der URL suchen, sodass du im Normalfall zügig passende Seiten findest.

Ein paar Beispiele, wonach du suchen könntest, sind:

  • Keyword inurl:ressourcen
  • Keyword “best resources”
  • Keyword „nützliche ressourcen”
  • Keyword intitle:links
  • Keyword „nützliche links”

Auch gern alles auf Englisch.

Neben Ressourcenseiten solltest du dann auch noch nach Keywords wie „Beste Social Media Tools“ suchen, damit du auch Seiten findest, die nicht das Keyword Ressourcen beinhalten. Solche Best-of-Listen oder Top-10-Listen sind auch sehr hilfreich.

Suche also zum Beispiel nach:

  • Keyword „beste Blogs“
  • Keyword „beste Tools“
  • Keyword „top tools“

Es schadet auch nicht mal bei Universitäten oder Fachhochschulen nachzusehen. Die haben oft auch Linklisten mit Ressourcen für ihre Studenten.

E-Mail-Outreach

Wenn du dann passende Ressourcen-Seiten gefunden hast, kannst du passende Seiten von deiner Website raussuchen, die du auf den Ressourcen-Seiten ergänzt haben möchtest.

Und dann machst du wieder E-Mail-Outreach zu den Website-Betreibern und bittest sie darum, ihre Ressourcen-Seite mit einem Link zu deiner Seite zu ergänzen.

Mach aber nicht den Fehler, einfach über ein Kontaktformular eine Anfrage zu schicken, sondern suche wie vorhin schon besprochen eine konkrete Ansprechperson heraus. Ansonsten geht deine Anfrage möglicherweise einfach unter.

Linkbuilding mit Ressourcen-Seiten: Top-Ressourcen

7. Backlink Reverse Engineering

Dann kommen wir jetzt zur siebten Linkbuilding-Taktik: dem Nachbauen der Backlinks deiner Konkurrenten. Auch Reverse Engineering genannt.

Wenn deine Konkurrenten stärker sind als du und besser ranken, haben sie vermutlich auch starke Backlinks, die du nicht hast.

Was ist Backlink Reverse Engineering?

Beim Reverse Engineering der Backlinks deiner Konkurrenten findest du heraus, wer auf deine Konkurrenten verlinkt. Und dieses Wissen nutzt du dann, um selbst neue Linkbuilding-Möglichkeiten zu entdecken und zu ergreifen.

Die Backlinks deiner Konkurrenten stammen ziemlich sicher von Websites, die auch für deine Nische relevant sind. Du kannst dir also fast sicher sein, dass du dadurch einige qualitativ hochwertige Backlinks findest, die du selbst auch aufbauen könntest, um deine Rankings zu pushen.

Wenn du deine Konkurrenz analysierst, findest du heraus, welche Taktiken deine Konkurrenten verwenden. Dieses Wissen wiederum lässt Rückschlüsse darauf zu, was in deiner Nische möglicherweise besonders gut funktioniert.

Du findest außerdem Schwachstellen deiner Mitbewerber, die du gezielt ausnutzen kannst. Und natürlich findest du Details zu den einzelnen Websites, die auf deine Konkurrenten verlinken.

Das Reverse Engineering ist dann oft eine Mischung aus anderen Linkbuilding-Taktiken.

Du findest beispielsweise Content-Ideen, die du für die Skyscraper-Technik nutzen kannst. Oder du findest vielleicht neue Websites, auf denen du Gastbeiträge veröffentlichen kannst oder eine Ressourcen-Seite, die du bisher noch nicht entdeckt hast, usw.

Wie analysierst du die Backlinks deiner Konkurrenten?

Damit du die Linkprofile deiner Konkurrenten analysieren kannst, brauchst du das richtige SEO-Tool. Ohne das wird’s schwierig.

Falls du kein kostenpflichtiges Tool in Benutzung hast, kannst du dir auch erst mal den kostenlosen Backlink Checker von Ahrefs ansehen. Damit siehst du aber nur die ersten paar dutzend Backlinks.

Um ein bezahltes Tool kommst du leider nicht drum herum, wenn du diese Linkbuilding-Taktik skalieren möchtest.

Jedenfalls, wenn du ein Tool gefunden hast, musst du nur die URL deines Konkurrenten eingeben und einen Knopf drücken. Das Tool prüft dann die Domain und spuckt dir alle Backlinks aus, die auf die Domain verweisen, zusammen mit einigen Zusatzinformationen wie Domain Authority, Verteilung der Links auf TLDs, dofollow/nofollow und so weiter.

Du schaust dir dann einfach die einzelnen dofollow-Backlinks im Detail an und filterst passende hochwertige Seiten heraus, die für dich interessant sein könnten.

Hier wird das ganze im Detail mit dem SEO-Tool Ahrefs erklärt:

Je nachdem, von welcher Seite der Backlink kommt, gehst du dann vor, wie wir das in den einzelnen anderen Taktiken besprochen haben.

Wenn ein Link von einer Ressourcen-Seite zum Beispiel kommt, dann versuchst du, hier auch gelistet zu werden. Wenn ein Link von einem Gastbeitrag kommt, versuchst du, auch einen Gastbeitrag schreiben zu können. Wenn Links organisch auf einfach gelungenen Content zeigen, nutzt du die Skyscraper-Technik, um zehnmal besseren Content zu erstellen. Und so weiter.

Linkbuilding durch Backlink Reverse Engineering: Top-Ressourcen

8. Als Gast in einem Podcast auftreten

OK. Dann noch zur vorletzten Linkbuilding-Taktik: Als Gast in einem Podcast auftreten.

Mittlerweile gibt es für so viele Themen Podcasts. Und für die meisten Podcaster ist das Gäste-finden eine echte Herausforderung. Vor allem, wenn es darum geht, regelmäßig spannende Podcasts zu produzieren.

Diese Podcaster müssen oft weit in die Zukunft planen, damit sie, falls ein Gast spontan abspringt, noch ausreichend Puffer für einen Ersatz haben. Also ich rede jetzt nicht von Solo-Podcasts, wie ich hier einen habe. Sondern von Interview-Podcasts mit mindestens einem Host und einem Gast.

Wenn du also Experte auf einem Gebiet bist und etwas zu sagen hast oder eine gute Story erzählen kannst, dann sollte es relativ leicht sein, einen Podcast zu finden, der dich als Gast empfangen würde.

Ein Gast bei solchen Interview-Podcasts zu sein, ist eine gute Möglichkeit, Werbung für dein Unternehmen zu machen und eine neue Zielgruppe anzusprechen. Und meistens bieten sich auch gleich mehrere Chancen, um neue Backlinks aufzubauen.

Denn in der Regel wird der Podcast-Host die Episode auch in Form eines Beitrags auf seiner Website veröffentlichen, oder die Episode zumindest in sozialen Medien teilen.

Falls du also ein Thema hast, für das du stehst, such doch einfach mal nach Podcasts, die regelmäßig Gäste empfangen und pitche ein Thema.

Hier gilt dann das gleiche, wie auch schon beim Guest Posting. Anschauen, was für Content normalerweise veröffentlicht wird, wer die Gäste bisher so waren, Ideen sammeln und ausarbeiten und dann pitchen.

Linkbuilding durch Podcast Guesting: Top-Ressourcen

9. Linkable Assets erstellen

Dann kommen wir zur letzten Linkbuilding-Taktik: dem Erstellen von sogenannten Linkable Assets.

Ahrefs erklärt diese Linkbuilding-Taktik in diesem Video:

Ein Linkable Asset ist ein Content-Piece, das erstellt wird, um Backlinks organisch magisch anzuziehen.

Es gibt bestimmte Content-Typen, die statistisch gesehen besonders gerne verlinkt werden. Diese Content-Typen lassen sich gezielt erstellen, um damit Links anzuziehen.

Das ist so ähnlich, wie wenn du einen Lead-Magneten erstellst, um Leads anzuziehen. Genauso kannst du auch Linkable Assets erstellen, um Links anzuziehen. Linkable Asssets sind also gewissermaßen Link-Magneten.

Es gibt verschiedene Arten von solchen Linkable Assets. Typische Beispiele für Linkable Assets sind:

  • Infografiken
  • Online-Tools und Rechner
  • Statistiken oder kleine Studien mit deinen eigenen Daten
  • umfangreiche ultimative Guides

Beispiel: Online-Kalorienrechner

Ein gutes Beispiel für ein Linkable Asset sind Online-Kalorienrechner.

Jeder, der Sport betreibt, fragt sich früher oder später, wie viele Kalorien er eigentlich verbrennt und wie viele er essen darf oder muss, um abzunehmen respektive zuzunehmen.

Kalorienrechner sind also so ziemlich für jeden Sportler interessant, ob Anfänger oder fortgeschritten, ob es ums Abnehmen oder darum geht, Muskeln aufzubauen.

Und auch so ziemlich jeder Blogger oder Journalist, der über Sport schreibt, wird sich mit diesem Thema auseinandersetzen.

Die wenigsten werden aber einen eigenen Kalorienrechner bauen. Deswegen werden solche Tools häufig verlinkt.

Als Beispiel: Der Kalorienrechner von Fit For Fun allein hat zum Beispiel circa 350 Backlinks generiert. Wenn es in deiner Nische also solche Tools, Rechner oder sonst etwas in die Richtung gibt, könntest du sowas bauen und auf deiner Website veröffentlichen.

Ein Programmierer kann dir sowas für wenige hundert Euro bauen – ein kleines Investment für die potenziell hunderten Backlinks, die du damit generieren kannst.

Beispiel: Branchenstatistiken sammeln

Was auch sehr gut funktioniert ist, wenn du eigene kleine Studien mit eigenen Daten durchführen kannst. Das ist dann auch ein beinahe garantierter Linkmagnet, der wahre Wunder bewirken kann.

Aber selbst, wenn du keine eigenen Daten hast, kannst du diese Taktik nutzen. Sammle beispielsweise einfach die wichtigsten Branchenstatistiken und füge sie mit Quellenangaben zu einer umfangreichen Seite zusammen.

Das ist dann am Ende wie eine Ressourcen-Seite aus Linkbuilding-Taktik Nummer 6. Nur, dass die Ressourcen-Seite diesmal dir gehört.

Linkable Assets sind eine der nachhaltigsten Möglichkeiten, um Links natürlich und organisch zu generieren. Wie immer gibt es aber auch hier keine Abkürzung.

Linkbuilding durch Linkable Assets: Top-Ressourcen

Fazit

Ich glaube, du hast es schon gemerkt: Am Ende geht’s beim Linkbuilding viel um Networking und darum, Beziehungen aufzubauen.

Es gibt keine Hacks.

Du musst mit echten Menschen in Kontakt treten. Wenn es woran scheitert, dann meistens, wenn’s um Outreach geht.

Deswegen nochmal ganz wichtig: Personalisiere deine E-Mails und beantworte den Leuten, die du anschreibst, immer die Frage: „Was bringt es mir?“

Niemand verschenkt Links. Backlinks aufbauen bedeutet immer einen Wertaustausch zu erschaffen.

Links sind wie eine Art Währung im Internet. Du kannst also nicht einfach nach einem Link fragen, ohne, dass du im Gegenzug etwas anbietest.

E-Mail-Outreach zum Beispiel ist schön und gut. Aber wir alle kennen die nervigen E-Mails, wo jemand nach einem Backlink fragt, ohne dabei unsere Interessen in den Fokus zu rücken. Und wir alle haben solche E-Mails schon dutzende Male ignoriert.

E-Mail-Outreach ist schwierig, wenn man noch kein Netzwerk hat.

Deswegen funktionieren auch beispielsweise Gastartikel so gut. Du bietest viel Wert im Gegenzug für einen Link. Du schreibst einen ganzen Artikel für eine andere Website. Du arbeitest also sehr hart für deinen Link.

Dasselbe gilt auch für Linkable Assets und andere Linkbuilding-Taktiken. Du erstellst Content und arbeitest eng mit Unternehmen zusammen, die eine gute Reputation haben.

Es geht darum, wirklich zu recherchieren und gute Content-Pieces zu erstellen, gute E-Mails zu schreiben und eine Beziehung aufzubauen.

Wichtig ist auch, dass man immer möglichst sauber bleibt und seine Links nach außen hin möglichst organisch und natürlich aufbaut.

Am Ende geht es um Kontinuität und Balance. Jede Woche ein paar Backlinks ist besser als auf einmal ganz viele und dann eine Zeit lang gar keine mehr und dann wieder ganz viele.

Also langsam und kontinuierlich Backlinks aufbauen, das ist ein beinahe sicherer Weg zum Erfolg.

Und es müssen auch nicht nur Backlinks von Websites mit einer Domain Authority von über 60 sein. Auch die Websites mit einer DA von 30, 40, 50 sollte man mitnehmen. Genauso geht’s auch um die Ankertexte.

Es dürfen nicht alle identische Ankertexte sein, es sollen aber auch nicht alles nur Marken-Ankertexte sein oder sogar die nackte URL.

Wie gesagt: Es geht um Kontinuität und Balance. Das ist der Schlüssel.

In diesem Sinne, viel Spaß und Erfolg beim Backlinks aufbauen!

Zuletzt geändert am 21. Juni 2022
Über den Autor
Kai Bader
Kai Bader
Kai Bader ist Digital Marketer und Unternehmer. Er wird von seiner Leidenschaft, Geschäftsprobleme durch strategisches Marketing zu lösen, angetrieben.